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MATRIX LINEAR- Page 11
MATRIX: Schaltet die Farbmatrix grundsätzlich an oder aus. MATRIX (USER): Schaltet die 6-Wege USER MATRIX ([R] [G] [B]) an oder aus. Mit der USER MATRIX kann die ausgewählte PRESET MATRIX verändert werden, in diesem Fall die ITU-R709. MATRIX (PRST) SEL: Auswahl der von Sony voreingestellten PRESET-MATRIX. Es stehen 6 verschiedene Preset-Matrix zur Verfügung. Die Angaben welche Preset-Matrix sich hinter den Zahlen 1 - 6 versteckt, sind im Maintenance Manual zu finden: 1 : entspricht SEMPTE 240M Wichtig ist vorallem der international für HD empfohlene Farbraum-Standard ITU-R 709. Da verschiedene Farbräume ausgewählt werden können, muss auf den gedrehten Kassetten der gewählte Farbraum vermerkt sein. Und zwar auf jeder Kassette! Sonst kann es eventuell in der Postproduktion zu Schwierigkeiten kommen, wenn dort in einem anderer Farbraum gearbeitet wird.
USER-MATRIX: Hier kann vom User die Farbmetrik der Kamera im RGB-Bereich beeinflusst werden. Damit hat der Kameramann direkten Zugriff auf die Farbreproduktion der Kamera und kann sich eigene "Emulsionen" mit spezieller Farbcharakteristik bauen. Die Möglichkeiten sind weitreichend und entsprechen in etwa einer Farbkorrektur in der Postproduktion. Wie weit es sinnvoll ist die Farbreproduktion bereits bei der Aufnahme zu manipulieren oder erst in der Postproduktion eine Farbkorrektur vorzunehmen, wo die Bilder wesentlich feiner auf einander abgestimmt werden können, muss getestet und mit der Postproduktion abgesprochen werden. Manipulationen der Farbreproduktion in der User-Matrix sollten immer in Ruhe vor dem Dreh an speziellen Testtagen vorgenommen und in der Postproduktion überprüft werden. Die User-Matrix ist kein Tool mit dem am Drehort noch schnell eine Korrektur vorgenommen werden kann. Das ist in der Mulit-Matrix möglich. Die User-Matrix ist eine 6-Wege Matrix. Das bedeutet die Manipulation eines Farbkanals oder Farbortes beeinflusst alle anderen Farben. Wenn Grün entsättigt oder im Farbton verändert wird, hat das Auswirkungen auf Rot, Blau, Magenta, Cyan und Gelb. Man sollte sich deshalb viel Zeit nehmen und immer kontrollieren welche Veränderungen die vorgenommenen Manipulationen auf alle anderen Farben haben. Die Kontrolle sollte immer auf dem Vektorskop und auf einem sauber eingestellten HD-Monitor erfolgen, dessen Farbcharakteristik man kennt und einschätzen kann. Einstellungen in 6-Wege User Matrix werden folgendermaßen vorgenommen: [R-G]: Die zweite Stelle ( -G] ) ist der Farbort, der verschoben wird. Bei [R-G] ist das G (Grün). Die erste Stelle ( [R ), ist der Referenz-Farbort, von dem G (Grün) weggeschoben wird (Plus-Werte) oder näher gerückt wird (Minus-Werte). Plus-Werte schieben die Farben von der Referenzfarbe weg. Veränderungen in der USER-MATRIX basieren immer auf der voreingestellten PRESET-MATRIX. Das heißt mit der User-Matrix kann die voreingestellte Preset-Matrix verändert werden, in unserem Fall die ITU-R 709.
Beispiel 1 von Peter Gray [Link] : Um Blau und Grün zuverstärken, gibt Peter Gray Minuswerte in folgende Werte ein:
Beispiel 2 von Thomas Bresinsky b.v.k.: Ich greife Grün zuerst unter [R-G] an, und schiebe Grün mit Pluswerten weg von Rot. An einem Vektorskop kann man gut sehen, was passiert, wenn man unter [R-G] z.B. + 99 als Wert eingibt. Der Farbort für Grün wird von Rot weggeschoben, d.h. wandert von seiner Positionierung, die zunah an Gelb ist, Richtung Grün und Blau. Am Ende lande ich meistens bei Werten um die + 30. Aber Achtung Farbtafel kontrollieren um zu sehen, was passiert! Ich arbeite mit der DSC Color DuMont Farbtafel, die man bei Band Pro [Link] kaufen oder bei jedem seriösen HD-Kameraverleih wie z.B. bei Chroma TV [Link] mieten kann. Da sich mit meiner Manipulation aber auch alle anderen Farborte verschoben haben, muss ich durch genauen Vergleich der Orginal-Colorchart und ihrer Darstellung auf dem HD-Monitor die anderen Farben vorsichtig zurückholen. Diese Werte sind aber stark von Look zu Look, und von Kamera zu Kamera unterschiedlich. Deswegen will ich hier keine Angaben machen und kann nur zu eigenen Experimenten ermutigen. USER-MATRIX - Beispiel 2
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