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GAMMA- Page 4
GAMMA SELECT: Hier hat man die Wahl zwischen STANDARD und HYPER-GAMMA. STANDARD GAMMA KURVEN haben verschieden Initial Gamma Gains STANDARD ist eine Videogamma-Kurve. Sie ist darauf ausgerichtet eine brillante Reproduktion
der mittleren Tonwerte zu gewährleisten mit satten Schwärzen und brillantem Weiß.
STANDARD hat deswegen eine relativ steile Steigung, wie alle Gammakurven zur Reproduktion von
positiven Bilder (wie z.B. Diapositive, Filmkopien und Papierabzüge). Das steilere Gamma,
das für eine bessere Tonwerttrennung, der mittleren Graustufen sorgt, produziert brillante
und kontrastreiche Bilder, die ideal für eine direkte TV Übertragung sind, d.h. keiner
Farbkorrektur bedürfen und LIVE gesendet werden können. Nachteil der STANDARD Gammakurve
ist der geringe Kontrastumfang. Die Option HYPER- oder FILM-GAMMA ist der Versuch aus dem Videosignal, das für ein sofort sendefähiges Positivbild optimiert ist, eine weniger steile, weichere Gammakurve heraus zu holen. Die flachere Gammakurve hat einen höheren Kontrastumfang und sorgt gemeinsam mit einer sauberen Knee Programierung für weichere Highlights, die nicht so abrupt ausfressen. FILM-GAMMA ist eine interessante Option, die zu einer weicheren Tonwertreproduktion mit weniger poppigen Farben beiträgt. Allerdings ist bei Verwendung von FILM-GAMMA die Gammakurve so flach, daß die Bilder leicht flau erscheinen und eine Farbkorrektur notwendig ist, um brillante Kontraste wieder herauszuarbeiten.
GAMMA SEL: Hier kann man für STANDARD und HYPER (F900R / 790) oder STANDARD und FILM (750p) verschiedene GAMMAKURVEN wählen: bei HDW-900R / HDW-790 bei HDW-750 Meine Empfehlung ist die Gammakurven am Waveform Monitor genau mit einander zu vergleichen, Tests zu drehen und sich dann zu entscheiden. MASTER-GAMMA: Mit Minus 15 zu beginnen
ist allgemein ein guter Vorschlag für den Anfang. Bei -15 liegt der Gamma Crossover Point
bei 45% Bildsignal, das ist ein guter Mittelwert. Minus 25 bis 35 (und Gamma Crossover Point bei ca. 45%) sollte man als Startpunkt für eine Annäherung an"Filmlook" versuchen. Diese Gammakurve enspricht in Sättigung und Gamma im Schwarz älterem Kodak Filmmaterial. Minus 45 sollte das Maximum sein. Senkt man das GAMMA weiter ab, werden die Schatten spürbar gestaucht.
R GAMMA / G GAMMA / B GAMMA: Hier kann man die Gammakurven der drei Farbkanäle (R / G / B) einzeln korregieren. Peter Gray empfiehlt beim Matchen mehrer Kameras (750 HDCam) den Weiß- und Schwarz-Abgleich über eine Korrektur der Gammakurven der einzelnen Farbkanäle zu machen. Voraussetzung ist allerdings ein korrekter Weißabgleich. Nach Angaben von Peter Gray bietet diese Vorgehensweise große Vorteile gegenüber dem Versuch erst Weiß (mit WIHTE R GAIN / B GAIN) und dann Schwarz (R BLACK / B BLACK) anzugleichen. Näheres siehe auf der Homepage von Peter Gray, die auch die Paint Menus der Sony HDCam F900/3 und der Varicam HD von Panasonic ausführlich behandelt (allerdings nur in englischer Sprache). Aber Achtung! Nur mit den Gammakurven im Rot- und Blaukanal arbeiten. Den Grünkanal nie für einen Farbabgleich antasten, denn 70% des Luminanzsignals kommen vom Grünkanal. Veränderungen am Grünkanal haben deswegen starke Auswirkungen auf die Luminanz und das HD Signal im Ganzen.
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