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Das Paint-Menu der SONY HDCam HDW-750p

Thomas Bresinsky, b.v.k. - Copyright © 2007
 
     
 
 
     
 

MENU BEDIENUNG

TOP MENU: wird aufgerufen durch gleichzeitiges Drücken des Menu-Drehknopf (vorne links unter dem Objektiv) während der Schalter MENU ON/OFF auf Position ON geschaltet wird.

Um die Kamera-Menus auf einen externen Monitor auszugeben muss,

1) Auf der Menuseite OUTPUT SEL ( zu finden im User- oder Operational-Menu) bei "TEST OUT SELECT" das "HD-Y Signal" oder das downkonvertierte "SD Signal" angewählt sein.

2) Auf der Menuseite TEST OUT (im Operational-Menu) die Option "TEST OUT MENU" auf "ON" eingestellt sein.

Dann wird das Menu auf dem am TEST OUT angeschlossenen Monitor ausgegeben.

Außerdem kann am TEST OUT auf einen externen Monitor ausgegeben werden:
- Die im Viewfinder gesetzten Marker
- Die Sucherinformationen
- Das Zebra

GRUNDLEGENDE MENU FUNKTIONEN:

Positionsanwahl:
Drehen des MENU-Reglers gegen Uhrzeigersinn: Die Auswahl-Markierung wird nach oben bewegt.
Drehen des MENU-Reglers im Uhrzeigersinn: Die Auswahl-Markierung wird nach unten bewegt.

Veränderung der Einstellwerte:
Drücken des MENU-Reglers: Die Markierung wechselt von der Position zum Einstellwert.
Drehen des MENU-Reglers gegen Uhrzeigersinn: Einstellwert wird erhöht.
Drehen des MENU-Reglers im Uhrzeigersinn: Einstellwert wird verringert.

Wird die Abdeckung der Menu-Schalter geschlossen, wird der Schalter MENU ON/OFF automatisch auf OFF gestellt.

ZURÜCKSETZEN VON EINSTELLWERTEN:
Schalter CANCEL / PRST / ESCAPE nach oben drücken. Meldung "CANCEL ?" erscheint.
Bestätigen durch erneutes Drücken des Schalters CANCEL / PRST / ESCAPE:

1) Der Einstellwert wird auf den vorherigen Wert zurückgesetzt.

2) Wird der Schalter CANCEL / PRST / ESCAPE noch einmal betätigt,wird der Einstellwert auf die FACTORY SETTINGS zurückgestellt.

 

ZURÜCKSETZEN DER HDCAM 750 AUF STANDARD:

Um eine HDCam 750 für einen neuen Job vorzubereiten, würde ich empfehlen, die Kamera auf die Factory-Settings zurückzusetzen. Nur so kann man sicher gehen, keine übersehenen oder versteckten Settings von Vorgängerdrehs unbemerkt zu übernehmen.
Dazu würde ich wie folgt vorgehen:
1) Im File-Menu 05 REFERENCE, "REFERENCE CLEAR" - EXEC ausführen, um eventuell vorhandenen Reference-Files, die ich nicht kenne zu löschen.
2) Im File-Menu 03 ALL FILE, "ALL PRESET" ausführen. So setzt man alle Einstellungen im Menu auf die Fabrikeinstellung zurück.

Jetzt kann man beginnen die HDCam 750p für einen neuen Job aufzusetzen.

DAS TOP MENU

 

* TOP MENU *

USER
USER MENU CUSTOMIZE
ALL
* OPERATION
* PAINT
* MAINTENANCE
* FILE
* DIAGNOSIS

USER: Vornehmen und Ändern von Einstellungen, die für den Betrieb der Kamera erforderlich sind.

USER MENU COSTUMIZE: Hier können Seiten nach eigenen Bedürfnissen hinzugefügt und zusammengestellt werden.

ALL: Zeigt alle Seiten und Einstellmöglichkeiten der Menüs OPERATION, PAINT, MAINTENANCE, FILE und DIAGNOSIS

OPERATION: Hier kann jeder Operator (Kameramann, Schwenker) seine bevorzugten Einstellungen für den Betrieb der Kamera vornehmen, z.B. Suchereinstellungen, Belegung des ASSIGNABLE SWITCH, Belegung der Video-Ausgänge, und diese auf seiner Setup Karte speichern.

PAINT: Das wichtigste Menu für die Bildgestaltung. Es ermöglicht den Zugriff auf die bildwichtigen Parameter des Videosignals. Eine ausführliche Erklärung folgt weiter unten.

MAINTENANCE: enthält Optionen zur Wartung und Grundeinstellung der Kamera, Änderung des Systems und selten gebrauchte Paint-Optionen.

FILE: Hier können die vorgenommenen Einstellungen gespeichert und auf Memory-Stick geschrieben bzw. vom Memory-Stick aufgerufen werden.

DIAGNOSIS: Zur Überprüfung und Diagnose Kamera-Boards und des Videorekorders (VTR) , Angabe der Kopfstunden, Betriebsstunden, Software-Version, etc.


SW STATUS - Page 1

 

GAMMA
ON
Schaltet die Gammakorrektur ein oder aus.
BLACK GAMMA
ON
Schaltet die Schwarzgammakorrektur ein oder aus.
MATRIX
ON
Schaltet die Farbmatrix ein oder aus.
KNEE
ON
Schaltet die Kneefunktion zur Kontrolle der Highlights ein oder aus.
WHITE CLIP
ON
Schaltet die Amplitudenbegrenzung des max. Videopegels ein oder aus.
DETAIL
ON
Schaltet die Detailanhebung ein oder aus.
APERTURE
ON
Schaltet die Aperturefunktion ein oder aus.
FLARE
ON
Schaltet die Streulichtkorrektur ein oder aus.
EVS
ON
Schaltet die EVS-Blende ein oder aus.
TEST SAW
OFF /
ANALOG /
DIGITAL /
Schaltet und wählt das Testsignal.
Analoges Testsignal vor Analog / Digital Wandlung
Digitales Testsignal nach Analog / Digital Wandlung

Mein Tip ist alles in diesem Menu auf "ON" zustellen.
(Im Factory Preset ist alles "ON" außer Black Gamma)

Die eigentlichen Einstellungen werden in den folgenden Paint - Menus vergenommen.

FLARE: Korrigiert das Streulicht der Objektive.

GAMMA: Ändert die Kontraste durch die steilere oder flachere Gammakurve.

BLACK GAMMA: Erlaubt die Schatten im unteren Bereich der Gammakurve anzuheben oder abzusenken ... ohne Auswirkung auf den mittleren Bereich der Gammakurve, der die Darstellung der Hauttöne maßgeblich beeinflußt.

KNEE: Ist der Punkt im Videolevel, wo die Kompression der Highlights durch Absenkung der Gammakurve beginnt.

DYNAMIC KNEE (DCC): Sollte bei sehr hellen und dunklen Bildanteilen, die sich im Bild bewegen, nicht benutzt werden. Zum Beispiel bei Schwenks über Fenster. Dann arbeitet das dynamische Knee sichtbar im Bild.

WHITE CLIP: Setzt den maximalen Videopegel (White Level), d.h. den Punkt, wo das zeichnungslose Weiß beginnt.

DETAIL: Zur Anhebung oder Abschwächung der Kantenanhebung.

LEVEL DEPEND: Punkt, an dem das Detail (Kantenanhebung) automatisch abgeschaltet wird, so daß in den Schatten kein Rauschen durch die Kantenanhebung entsteht.

MATRIX: Die 6-Wege Farbmatrix erlaubt eine genaue Kontrolle und Beeinflussung der Farbwiedergabe. Bietet die Möglichkeit einer Kamera internen "Farbkorrektur", mit der die Farbverarbeitung schon bei der Aufnahme beeinflußt wird. Im Gegensatz zum Weißabgleich bleiben Korrekturen bei wechselnden Helligkeiten erhalten.


VIDEO LEVEL - Page 2

WHITE
COLOR TEMP <A>
Legt die Farbtemperatur von WHITE A fest
 
COLOR FINE <A>
Feineinstellung der Farbtemperatur von WHITE A
 
R GAIN <A>
Gain (Verstärkung) des Rotkanals von WHITE A wird geändert
 
B GAIN <A>
Gain (Verstärkung) des Blaukanals von WHITE A wird geändert
WHITE
COLOR TEMP <B>
Legt die Farbtemperatur von WHITE B fest
 
COLOR FINE <B>
Feineinstellung der Farbtemperatur von WHITE B
 
R GAIN <A>
Gai Verstärkung) des Rotkanals von WHITE B wird geändert
 
B GAIN <A>
Gain (Verstärkung) des Blaukanals von WHITE B wird geändert


WHITE: Manuelle Einstellung bzw. Korrektur des Weißabgleichs. COLOR TEMP <A> bzw. <B> beeinflußt die Farbtemperatur für die Speicherplätze <A> und <B> des Weißabgleichs. Der Preset-Weißabgleich kann nicht beeinflußt werden, da er auf "Preset": 3200°K festgelegt ist und "Preset" bleiben soll.
Mit COLOR FINE <A> und <B> kann der Weißabgleich bis auf 1er Kelvin Grade fein eingestellt werden
Für Angleichung der Farbwiedergabe mehrer Kameras (750 HDCam) gibt es aber auch die Möglichkeit mit den Gamma-Kurven der einzelnen Farbkanälen (R- / G- / B-Kanal) zu arbeiten. Viele DIT's (Digital Image Technicians) empfinden es leichter so zu arbeiten.

 


BLACK / FLARE- Page 3

MASTER BLACK
(-99 bis +99)
Stellt den Master-Schwarzwert ein.
R BLACK
(-99 bis +99)
Stellt den R-Schwarzwert ein.
B BLACK
(-99 bis +99)
Stellt den B-Schwarzwert ein.
MASTER FLARE
(-99 bis +99)
 
R FLARE
(-99 bis +99)
 
G FLARE
(-99 bis +99)
 
B FLARE
(-99 bis +99)
 
FLARE
ON (OFF)
 
OUTPUT SELECT
 
Wahl des Ausgangssignals an VBS / SDI OUT und TEST OUT


MASTER BLACK: Der Schwarzwert bestimmt, welche geringste Helligkeit bzw. welcher geringste Signalpegel als absolutes, zeichnungsloses Schwarz dargestellt wird. Der Effekt von Schwarzwert und Black Gamma auf das Bildsignal sind zum Teil ähnlich (siehe BLACK GAMMA). Normal steht der Master Schwarzwert für alle drei Farbkanäle (R / G / B) auf 0. Negative Werte ziehen das absolute Schwarz nach unten. Positive Werte ziehen das absolute Schwarz nach oben. Es entsteht dann schnell ein Grauschleier statt satter Schwärzen.


R BLACK / B BLACK: Erlaubt den getrennten Zugriff auf den Schwarzwert für den Rotkanal und Blaukanal. Eine ungleichmäßige Veränderung der Schwarzwerte in den Farbkanälen verursacht einen Farbstich im Schwarz und ist mit äußerster Vorsicht einzusetzen. Denn man verursacht einen Farbstich 2. Ordnung, der nur im Schwarz zu sehen ist. Dieser Farbstich in den Schatten kann später in einer Farbkorrektur nicht mehr korregiert werden ohne Auswirkungen auf das gesamte Bild. Soll z.B. ein Rotstich aus dem Schwarz herauskorregiert werden, bekommmt der Rest des Bilds einen leichten Grünstich.

Beim Matchen mehrer Kameras (750 HDCam) ist es manchmal einfacher das Feintuning beim Abgleich des Schwarzwerts über einen Abgleich der Farbkanäle im Gamma zu machen, statt über einen Abgleich der Schwarzwerte. Mehr dazu siehe Menuseite GAMMA.

FLARE: Die individuelle Streulichtkompensation (Flare) ist für die einzelnen Farbkanäle [R] [G] [B] möglich. Es ist empfehlenswert Flare auf ON zustellen, auch wenn man keine Streulichtkorrektur vorgenommen hat.

 



GAMMA- Page 4

GAMMA
ON / (OFF)
 
Schaltet Gammakorrektur ein oder aus
MASTER GAMMA
- 15
(häufige Anwendung im Bereich von -15 bis -35)
Korregiert die Master-Gammkurve ( R / G / B)
R GAMMA
0
 
Korregiert die Gammakurve für den Rot-Kanal
G GAMMA
0
 
Korregiert die Gammakurve für den Blau-Kanal
B GAMMA
0
 
Korregiert die Gammakurve für den Grün-Kanal
OUTPUT SELECT
 
 
Wahl des Ausgangssignals an VBS / SDI OUT und TEST OUT
GAMMA SELECT
STD / FILM *
 
Wahl zwischen FILM und STANDARD Gammakurve
GAMMA SELECT (STD / FILM)
1 bis 4
 
Auswahl verschiedener Gammakurven (Coarse) für FILM / STANDARD Gamma aus.



GAMMA: Mit Minus 15 zu beginnen ist allgemein ein guter Vorschlag für den Anfang. Bei -15 liegt der Gamma Crossover Point bei 45% Bildsignal, das ist ein guter Mittelwert. Je niedriger das GAMMA, desto größer die Farbsättigung. ,
So kann mit Minus 25 beispielsweise das Blau im Himmel gut herausgearbeitet werden.

Minus 25 bis 35 (und Gamma Crossover Point bei ca. 45%) sollte man als Startpunkt für eine Annäherung an"Filmlook" versuchen. Diese Gammakurve enspricht in Sättigung und Gamma im Schwarz älterem Kodak Filmmaterial.

Minus 45 sollte das Maximum sein. Senkt man das GAMMA weiter ab, werden die Schatten spürbar gestaucht.

 

R GAMMA / G GAMMA / B GAMMA: Hier kann man die Gammakurven der drei Farbkanäle (R / G / B) einzeln korregieren. Peter Gray empfiehlt beim Matchen mehrer Kameras (750 HDCam) den Weiß- und Schwarz-Abgleich über eine Korrektur der Gammakurven der einzelnen Farbkanäle zu machen. Voraussetzung ist allerdings ein korrekter Weißabgleich. Nach Angaben von Peter Gray bietet diese Vorgehensweise große Vorteile gegenüber dem Versuch erst Weiß (mit WIHTE R GAIN / B GAIN) und dann Schwarz (R BLACK / B BLACK) anzugleichen. Näheres siehe auf der Homepage von Peter Gray, die auch die Paint Menus der Sony HDCam F900/3 und der Varicam HD von Panasonic ausführlich behandelt (allerdings nur in englischer Sprache).

Aber Achtung! Nur mit den Gammakurven im Rot- und Blaukanal arbeiten. Den Grünkanal nie für einen Farbabgleich antasten, denn 70% des Luminanzsignals kommen vom Grünkanal. Veränderungen am Grünkanal haben deswegen starke Auswirkungen auf die Luminanz und das HD Signal im Ganzen.

GAMMA SELECT: Hier hat man die Wahl zwischen STANDARD und FILM.

STANDARD ist eine Videogamma-Kurve. Sie ist darauf ausgerichtet eine brillante Reproduktion der mittleren Tonwerte zu gewährleisten mit satten Schwärzen und brillantem Weiß. STANDARD hat deswegen eine relativ steile Steigung, wie alle Gammakurven zur Reproduktion von positiven Bilder (wie z.B. Diapositive, Filmkopien und Papierabzüge). Das steilere Gamma, das für eine bessere Tonwerttrennung, der mittleren Graustufen sorgt, produziert brillante und kontrastreiche Bilder, die ideal für eine direkte TV Übertragung sind, d.h. keiner Farbkorrektur bedürfen und LIVE gesendet werden können. Nachteil der STANDARD Gammakurve ist der geringe Kontrastumfang.

Die Option FILM ist der Versuch aus dem Videosignal, das für ein sofort sendefähiges Positivbild optimiert ist, eine weniger steile, weichere Gammakurve heraus zu holen. Die flachere Gammakurve hat einen höheren Kontrastumfang und sorgt gemeinsam mit einer sauberen Knee Programierung für weichere Highlights, die nicht so abrupt ausfressen. FILM-GAMMA ist eine interessante Option, die zu einer weicheren Tonwertreproduktion mit weniger poppigen Farben beiträgt. Allerdings ist bei Verwendung von FILM-GAMMA die Gammakurve so flach, daß die Bilder leicht flau erscheinen und eine Farbkorrektur notwendig ist, um brillante Kontraste wieder herauszuarbeiten.

Achtung!
ab Seriennummer 70000: Wahl zwischen FILM und STD Gamma möglich.
unter Seriennummer 70000: Auf STD Gamma fixiert, bei AT Version unter 1.40. Bei AT Version 1.40 und höher ist Wahl zwischen STD und FILM Gamma möglich.

GAMMA SEL (STD/FILM): Hier kann man für STANDARD und FILM jeweils zwischen 4 bzw. 5 verschiedenen GAMMAKURVEN wählen.

Für die Option STANDARD sind folgende Gammakurven wählbar:

No.: 1 = Gammakurve für SEMPTE 240M (Initial Gain 4.0)
No.: 2 = Gammakurve für ITU-R.709 (Initial Gain 4.5)
No.: 3 = Gammakurve speziell für BBC designed (Initial Gain 5.0)
No.: 4 = unbekannt; (Ich habe keine Angaben gefunden)

Zu den Gammakurven für die Option FILM habe ich keine Informationen vorliegen. Meine Empfehlung ist die Gammakurven am Waveform Monitor genau mit einander zu vergleichen, Tests zu drehen und sich dann zu entscheiden.

 

BLK GAMMA

BLACK GAMMA
ON / (OFF)
 
Schaltet Korrektur des Gamma im Schattenbereich ein oder aus.
BLACK GAMMA RANGE
LOW / L.MID / H.MID / HIGH
 
Auswahl des Bereichs (Videopegel) bis zu dem sich die Anhebung oder Absenkung des Gammas in den Schatten erstrecken soll
MASTER BLK GAMMA
0
 
Einstellung des Werts um den das Gamma in den Schatten abgesenkt (Minus-Werte) oder angehoben (Plus-Werte) werden soll.
R BLK GAMMA
0
 
Absenkung (Minus-Werte) oder Anhebung (Plus-Werte) des R-Gamma in den Schatten
G BLK GAMMA
0
 
Absenkung (Minus-Werte) oder Anhebung (Plus-Werte) des G-Gamma in den Schatten
B BLK GAMMA
0
 
Absenkung (Minus-Werte) oder Anhebung (Plus-Werte) des B-Gamma in den Schatten
OUTPUT SELECT
Y / R / G / B
 
Wählt das Ausgangssignal an VBS / SDI OUT und TEST OUT.

 

BLACK GAMMA RANGE: Legt den Bereich fest, auf den sich die Anhebung oder Absenkung des Schwarzgammas erstrecken soll.

LOW: bis 15 % Bildsignal
L.MID: bis 25% Bildsignal
H.MID: bis 35% Bildsignal
HIGH: bis 50% Bildsignal

Die Anhebung oder Absenkung des Gammas in den Schatten wirkt sich nur bis auf den in BLACK GAMMA RANGE festgelegten Bereich aus. Haut und die mittleren Grautöne sind davon nicht betroffen. Die Gammakurve oberhalb des ausgewählten Bereichs bleibt unverändert.
Bei HIGH erstreckt sich die Korrektur des Schwarzgammas allerdings bis in den Bereich der mittleren Grautöne und sollte nur unter besonderen Bedingungen in Low Light Situationen verwendet werden, wo man sicher ist, daß sich keine unbeabsichtigten Auswirkungen beispielsweise auf die Hauttöne ergeben.

KNEE - Page 5

KNEE
ON / (OFF)
 
KNEE POINT
50 bis 109
Wählt den Punkt ab welchem Videopegel (z.B. 95% IRE) die Gammakurve abgeflacht werden soll, um die Highlights zu komprimieren.
KNEE SLOPE
(-99 bis 99)
Bestimmt, wie stark die Gammakurve abgeflacht wird, um die Highlights zu komprimieren.
KNEE SATURATION
(ON) / OFF
 
KNEE SAT LEVEL
(-99 bis 99)
Erhöht den Sättigungslevel der komprimierten Highlights oberhalb des Knee Point.
WHITE CLIP
ON / (OFF)
 
WHITE CLIP LEVEL
100.0 bis 109.5
Einstellung des max. Videopegels, ab dem das zeichnungslose Weiß beginnt.

 

KNEE POINT: Schlage 90 % IRE für kontrastreiche Lichtverhältnisse vor und 95% IRE für normale Lichtverhältnisse . Ab 85% IRE beginnt die Komprimierung, sprich auch die Farbentsättigung, in die Hauttöne hineinzuspielen.


SLOPE: 0 ist normal, +99 ist das Maximum!

WHITE CLIP: Normalerweise ist der White Clip auf 106% IRE gesetzt.

 

DETAIL 1 - Page 7

DETAIL
ON / (OFF)
Schaltet Detail (Kantenanhebung) ein oder aus.
APERTURE
ON / (OFF)
Schaltet Aperturekorrektur ein oder aus.
DETAIL LEVEL
- 25
Hier kann man den allgemeinen Wert der Detailanhebung einstellen.
APERTURE LEVEL
0
Stellt den Aperturepegel ein.
DETAIL H / V RATIO
0
Stellt den Pegel des V-Detailsignals ein.
CRISPENING
0
Stellt den Kantenkorrekturpegel ein.
LEVEL DEPEND
ON
Schaltet die Pegelabhängigkeit der Detailanhebung ein oder aus.
LEVEL DEPEND LVL
+15
Stellt den Videopegel ein, bis zu dem die Detailanhebung wirksam sein soll.
DETAIL FREQ
+99
Stellt die Frequenz des H-Detailsignals ein.


DETAIL: Detail fügt künstliche Kanten an Helligkeitsübergängen ein um das Bild schärfer wirken zu lassen. Übermäßiger Einsatz von Kantenanhebung führt zu künstlichen schwarzen und weißen "Relief"-Kanten. Deshalb ist erhöhte Vorsicht mit Detailanhebung besonders dann wichtig, wenn eine Filmausbelichtung oder Greenscreen / Bluescreen Aufnahmen geplant sind. Auf der großen Leinwand wirken unscheinbare "Relief"-Kanten wegen der starken Vergrößerung des Bildes plötzlich wie dicke Balken. (siehe "5 EYES" Formatvergleich: Detailanhebung von Digital Beta ist dort deutlich sichtbar)

Will man sicher gehen, läßt man die Detailanhebung angeschaltet, fährt sie aber stark herunter (Siehe Tipps unten). Detail OFF ist nur empfehlenswert bei Green- bzw. Blue-Screen Aufnahmen.
Ist Detail "ON", dann ist die Detailanhebung immer aktiv, auch bei DETAIL LEVEL -99! Allerdings ist die Kantenanhebung bei DETAIL LEVEL- 99 sehr gering, aber immer noch wirksam genug um das Bild nicht zu weich erscheinen zu lassen.

LEVEL: Der normale Anwendungsbereich liegt zwischen 0 bis - 35. Empfehlung: - 15 für TV Ausstrahlung, - 25 bis -35 für alle anderen Anwendungen. Bei geplanter Ausbelichtung auf Film ist es, wie gesagt, besonders wichtig das Detail stark herabzusetzen. Sonst läuft man Gefahr bei Projektionen auf große Leinwände die Kantenüberhöhung deutlich zu sehen.

LIMITER: Für reine TV-Auswertung ist + 18 ein guter Richtwert. Für allgemeinere und gemischte Auswertungen ist + 28 ein guter Ausgangspunkt.

CRISPENING: Crispening läßt man am besten auf 0, da Veränderungen hier leicht andere Detail Settings unbeabsichtigt auslöschen können.

H / V RATIO: Bei Absenkung des Detaillevels muss bei der HDCam 750 immer die H/V RATIO des Signals im digitalen Testsaw kontrolliert werden, da die H/V Ratio auseinanderläuft. Dies erkennt man am Waveform-Monitor daran, daß sich das Luminanzsignal des Test-Saw Graukeils im oberen Bereich in 2 Meßlinien auffächert, obwohl nur eine Meßlinie für die Luminanz angezeigt werden dürfte, da der Graukeil ja eine stetig ansteigende Luminanzkurve verursacht. Zur Korrektur muss " DETAIL H/V RATIO" stark in die positiven Werte gedreht werden, bis das Meßsignal für der Luminanz wieder in einer Linie zu Deckung gebracht worden ist. Kontrolle am Waveform -Monitor ist unabdingbar.

FREQUENCY: Regelt die Breite der künstlichen, schwarzen Kante, die die Detailanhebung hinzufügt. Das Beste ist diese Kante so schmal und unauffällig wie möglich zu halten. Dafür setzt man die Frequency auf den Maximalwert von + 99. Bei Verwendung von ProMist und anderen Weichzeichnern ist es allerdings teilweise empfehlenswert die Frequency auf 0 zu lassen. Wie immer sind eigene Tests das Beste.

LEVEL DEPEND: Schaltet die Kantenanhebung unterhalb eines festgelegten Videolevels automatisch aus. Dies verhindert die unbeabsichtigte Verstärkung von Rauschen durch die Kantenanhebung. Da Rauschen durch zu geringen Signalabstand nur in den Schatten eine Rolle spielt, schaltet man die Kantenanhebung unterhalb eines bestimmten Videopegels ab. Setzt man Level Depend z.B. auf + 10, unterdrückt man Detail Enhancement unterhalb 10% Videolevel. Werte zwischen + 10 und + 15 sind für die Empfehlung für normale Anwendungen.

AUSBELICHTUNG AUF FILM: Die Detail Settings oben wären für eine Ausbelichtung auf Film geeignet.

 

DETAIL 2 - Page 8

KNEE APERTURE
OFF / (ON)
Schaltet die Kneeaperturefunktion ein oder aus.
KNEE APT LEVEL
0
Stellt den Knieaperturepegel ein.
DETAIL WHT LIMIT
 
Stellt den Detaillimiter für Weiß ein.
DETAIL BLK LIMIT
 
Stellt den Detaillimiter für Schwarz ein.
DETAIL V-BLK LIMIT
0
Stellt den vertikalen Detaillimiter für Schwarz ein.

 

WHITE LIMITER: Begrenzt die "weiße" Kantenüberhöhung. + 20 Ist ein guter Richtwert.

BLACK LIMITER: Um die sehr auffällige, von der Detailanhebung künstlich hinzugefügte "schwarze" Kante, zu unterdrücken, wird häufig empfohlen den BLACK LIMITER voll aufzudrehen (+99). Der Wert des BLACK LIMITERS sollte mindestens doppelt so hoch sein wie der Wert des WHITE LIMITERS.


SD DETAIL - Page 9

SD DETAIL
ON / (OFF)
Schaltet die Detailanhebung des optionalen Downkonverterboards ein oder aus.
SD DETAIL LEVEL
(-99 bis 99)
Hier stellt man den allgemeinen Pegel der Detailanhebung ein.
DETAIL LEVEL
(0 bis 15)
Hier kann man den allgemeinen Wert der Detailanhebung einstellen.
SD CRISPENING
(-99 bis 99)
Stellt den Kantenkorrekturpegel ein.
SD DETAIL WHT LIMIT
(-99 bis 99)
Stellt den Detailbegrenzer für Weiß ein.
SD DETAIL BLK LIMIT
(-99 bis 99)
Stellt den Detailbegrenzer für Schwarz ein.
SD LEVEL DEPEND
ON / (OFF)
Schaltet die Pegelabhängigkeit der Detailanhebung ein oder aus.
SD LEVEL DEPEND LVL
(0 bis 15)
Stellt den Videopegel ein, bis zu dem die Detailanhebung wirksam sein soll.
SD DETAIL FREQ
(0 bis 3)
Stellt die Frequenz des H-Detailsignals ein.
SD DTL H/V RATIO
(0 bis 7)
Stellt V-Detail (vertikales Detail) ein.
SD CROSS COLOR
(0 bis 15)
Stellt den Farbfeuerunterdrückungspegel ein (Nur bei Camcorder mit 59.94i Format!)

In diesem Menu kann, falls das optionale Downkonverter Board in der Kamera eingebaut ist, der Detailpegel für das downkonvertierte SD-Signal eingestellt werden. Die hier am SD-Detailpegel vorgenommenen Einstellungen haben keine Auswirkungen auf das HD-Signal. Die Detailanhebung oder -absenkung für das HD-Signal wird auf den Menuseiten Detail 1 und Detail 2 vorgenommen.

Die Einstellung des SD-Detailpegels ist vorallem für die Betrachtung der downconvertierten HD-Bilder an SD-Monitoren oder SD-Projektoren interessant, die auf dem Set zur allgemeinen Sichtung an der Kamera angeschlossen sind. Auf SD-Monitoren und Projektoren wirkt das downconvertierte HD-Bild oft etwas flau oder sogar leicht unscharf, da die geringe Detailanhebung des HD-Bildes für eine Darstellung auf SD-Monitoren zu gering ist.

 

SKIN DETAIL - Page 10

SKIN DETAIL ALL
ON / (OFF)
Schaltet Skin Detail ein oder aus. Skin Detail ist die Erkennung eines bestimmten Farbton- oder Hue-Detail. Gilt für alle drei Einstellung (1, 2 und 3).
SKIN DETECT
 
Automatische Erkennung des Farbtons (Hauttons).
SKIN AREA IND
ON / (OFF)
Schaltet die Zebraanzeige für den ausgewählten Farbton ein oder aus.
SKIN DTL SELECT
1 / 2 / 3
Wählt eine der drei Farbtondetaileinstellungen aus. Die Einstellungen der folgenden Optionen gehören zu der in dieser Option ausgewählten Einstellnummer.
SKIN DETAIL
ON / (OFF)
Schaltet die Farbtondetailfunktion ein.
SKIN DETAIL LVL
(-99 bis 99)
Stellt den Pegel des Farbtondetailsignals ein.
SKIN DTL SAT.
(-99 bis 99)
Stellt den Sättigungspegel des Farbtons ein.
SKIN DTL HUE
(0 bis 359)
Stellt die Mittelphase des Farbtons ein.
SKIN DTL WIDTH
(0 bis 359)
Stellt die Breite des Farbtons ein.

SKIN DETAIL: Skin Detail ist die Erkennung eines bestimmten Farbton- oder Hue-Detail. Es dient dazu Hauttöne zu selektieren um dann die Detailanhebung oder -absenkung nur für diese Hauttöne vornehmen zu können ohne das restliche Bild zu beeinflussen. So können Hauttöne weicher oder schärfer gestaltet werden um z.B. Hautunreinheiten oder Unebenheitenverschwinden zu lassen. Oder aber man verstärkt die Schärfe künstlich um ein markantes Gesicht noch stärker herauszuarbeiten. Ich persönlich bin aber bei einer Detailanhebung sehr vorsichtig, da die Bereiche, wo eine Detailanhebung vorgenommen wurde, schnell künstlich aussehen.

Eigentlich ist dieses Menu ein AUTO HUE Werkzeug.

Bei Ausbelichtung auf Film sollte man die im Skin Detail angebotenen Optionen meiden.

 

MATRIX LINEAR- Page 11

MATRIX
ON / (OFF)
Schaltet Farb-Matrix grundsätzlich ein oder aus. Gilt für sowohl für die Preset-Linearmatrixkorrektur als auch die benutzerdefinierte User-Matrix.
MATRIX (USER)
ON / (OFF)
Schaltet die benutzerdefinierte User-Matrix ein oder aus.
MATRIX (PRESET)
ON / (OFF)
Schaltet die voreingestellte Preset-Matrix ein oder aus.
MATRIX (PRST) SEL
1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6
Hier kann eine PRESET-MATRIX (Linearmatrixkorrektur) ausgewählt werden.
z.B. ITU-R 709, SEMPTE M240, etc.
MATRIX (USER) [R-G]
0
benutzerdefinierte Einstellungen an der 6-Wege Farbmatrix zur Manipulation der Farbwiedergabe:
Hier wird der Grüne Farbort wird im Vehältnis zu Rot bewegt.
MATRIX (USER) [R-B]
0
Hier wird der blaue Farbort wird im Vehältnis zu Rot bewegt.
MATRIX (USER) [G-R]
0
Hier wird der rote Farbort wird im Vehältnis zu Grün bewegt.
MATRIX (USER) [G-B]
0
Hier wird der blaue Farbort wird im Vehältnis zu Grün bewegt.
MATRIX (USER) [B-R]
0
Hier wird der rote Farbort wird im Vehältnis zu Blau bewegt.
MATRIX (USER) [B-G]
0
Hier wird der grüne Farbort wird im Vehältnis zu Blau bewegt.

 

MATRIX: Schaltet die Farbmatrix grundsätzlich an oder aus.
"AUS" deaktiviert PRESET-MATRIX, USER-MATRIX und MULTI-MATRIX
"EIN" aktiviert die PRESET-MATRIX. USER- und MULTI-MATRIX können dann einzeln auf ihren Menuseiten zu- oder abgeschaltet werden.

MATRIX (USER): Schaltet die 6-Wege USER MATRIX ([R] [G] [B]) an oder aus. Mit der USER MATRIX kann die ausgewählte PRESET MATRIX verändert werden, in diesem Fall die ITU-R709.

MATRIX (PRST) SEL: Auswahl der von Sony voreingestellten PRESET-MATRIX. Es stehen 6 verschiedene Preset-Matrix zur Verfügung. Die Angaben welche Preset-Matrix sich hinter den Zahlen 1 - 6 versteckt, sind im Maintenance Manual zu finden:

1 : entspricht SEMPTE 240M
2 : entspricht ITU-709
3 : entspricht SEMPTE WIDE
4 : entspricht NTSC
5 : entspricht EBU
6 : entspricht ITU-609

Wichtig ist vorallem der international für HD empfohlene Farbraum-Standard ITU-R 709.

Da verschiedene Farbräume ausgewählt werden können, muss auf den gedrehten Kassetten der gewählte Farbraum vermerkt sein. Und zwar auf jeder Kassette! Sonst kann es eventuell in der Postproduktion zu Schwierigkeiten kommen, wenn dort in einem anderer Farbraum gearbeitet wird.

 

USER-MATRIX: Hier kann vom User die Farbmetrik der Kamera im RGB-Bereich beeinflusst werden. Damit hat der Kameramann direkten Zugriff auf die Farbreproduktion der Kamera und kann sich eigene "Emulsionen" mit spezieller Farbcharakteristik bauen. Die Möglichkeiten sind weitreichend und entsprechen in etwa einer Farbkorrektur in der Postproduktion. Wie weit es sinnvoll ist die Farbreproduktion bereits bei der Aufnahme zu manipulieren oder erst in der Postproduktion eine Farbkorrektur vorzunehmen, wo die Bilder wesentlich feiner auf einander abgestimmt werden können, muss getestet und mit der Postproduktion abgesprochen werden.

Manipulationen der Farbreproduktion in der User-Matrix sollten immer in Ruhe vor dem Dreh an speziellen Testtagen vorgenommen und in der Postproduktion überprüft werden. Die User-Matrix ist kein Tool mit dem am Drehort noch schnell eine Korrektur vorgenommen werden kann. Das ist in der Mulit-Matrix möglich.
Für eine Einstellung der Farbreproduktion sollte unbedingt mit einem Vektorskop und einer genormten Farbtafel (DSC HD-Chart oder MecBeth Color Checker) gearbeitet werden

Die User-Matrix ist eine 6-Wege Matrix. Das bedeutet die Manipulation eines Farbkanals oder Farbortes beeinflusst alle anderen Farben. Wenn Grün entsättigt oder im Farbton verändert wird, hat das Auswirkungen auf Rot, Blau, Magenta, Cyan und Gelb. Man sollte sich deshalb viel Zeit nehmen und immer kontrollieren welche Veränderungen die vorgenommenen Manipulationen auf alle anderen Farben haben. Die Kontrolle sollte immer auf dem Vektorskop und auf einem sauber eingestellten HD-Monitor erfolgen, dessen Farbcharakteristik man kennt und einschätzen kann.

Einstellungen in 6-Wege User Matrix werden folgendermaßen vorgenommen:

[R-G]: Die zweite Stelle ( -G] ) ist der Farbort, der verschoben wird. Bei [R-G] ist das G (Grün). Die erste Stelle ( [R ), ist der Referenz-Farbort, von dem G (Grün) weggeschoben wird (Plus-Werte) oder näher gerückt wird (Minus-Werte).

Plus-Werte schieben die Farben von der Referenzfarbe weg.
Minus-Werte rücken die Farbe näher an die Referenzfarbe heran.

Veränderungen in der USER-MATRIX basieren immer auf der voreingestellten PRESET-MATRIX. Das heißt mit der User-Matrix kann die voreingestellte Preset-Matrix verändert werden, in unserem Fall die ITU-R 709.

 

Beispiel 1 von Peter Gray [Link] :
Um zum Beispiel um Rot zu verstärken (z.B. um das Bild wärmer zu gestalten) empfiehlt Peter Gray "Minus 10" unter [R-G] einzugeben, und "Minus 10" unter [R-B]. So wird Grün und Blau näher in Richtung Rot geschoben. Grün und Blau werden leicht entsättigt und das Bild wirkt so wärmer.

Um Blau und Grün zuverstärken, gibt Peter Gray Minuswerte in folgende Werte ein:

MATRIX [R-G]
- 10

Hier wird der Grüne Farbort wird im Vehältnis zu Rot bewegt.
MATRIX [R-B]
- 10
Hier wird der blaue Farbort wird im Vehältnis zu Rot bewegt.
MATRIX [G-R]
- 10
Hier wird der rote Farbort wird im Vehältnis zu Grün bewegt.
MATRIX [G-B]
- 10
Hier wird der blaue Farbort wird im Vehältnis zu Grün bewegt.
MATRIX [B-R]
- 10
Hier wird der rote Farbort wird im Vehältnis zu Blau bewegt.
MATRIX [B-G]
- 10
Hier wird der grüne Farbort wird im Vehältnis zu Blau bewegt.

 

Beispiel 2 von Thomas Bresinsky b.v.k.:
Ich empfinde die Farbreproduktion von Grün der HDCam F900/3 und der HDCam 750p als zu grell und zu gelb. Deswegen versuche ich in der User-Matrix die Farbreproduktion von Grün in Richtung Blaugrün zu schieben. Folgendes Vorgehen habe ich mit einer F 900/3 erarbeitet. Ich warne davor, diese Einstellungen einfach blind zu übernehmen, da jede Kamera eine andere Farbcharakteristik hat und gesondert eingestellt werden muss. Aber um die Funktion der 6-Wege Matrix zu verstehen, kann man diese Einstellungen aber einmal ausprobieren.

Ich greife Grün zuerst unter [R-G] an, und schiebe Grün mit Pluswerten weg von Rot. An einem Vektorskop kann man gut sehen, was passiert, wenn man unter [R-G] z.B. + 99 als Wert eingibt. Der Farbort für Grün wird von Rot weggeschoben, d.h. wandert von seiner Positionierung, die zunah an Gelb ist, Richtung Grün und Blau. Am Ende lande ich meistens bei Werten um die + 30. Aber Achtung Farbtafel kontrollieren um zu sehen, was passiert! Ich arbeite mit der DSC Color DuMont Farbtafel, die man bei Band Pro [Link] kaufen oder bei jedem seriösen HD-Kameraverleih wie z.B. bei Chroma TV [Link] mieten kann.
Dann versuche ich Grün unter [B-G] mit Minuswerten in Richtung Blau zu schieben. Zur Übung sollte man ruhig bis - 99 gehen und beobachten was passiert. Meistens reicht aber ein sehr viel geringerer Wert um das Ziel zu erreichen, etwa um die - 10.
Am Vektorskop kann man sehr gut sehen wie die Farborte sich im Verhältnis zu den markierten Farborten auf dem Vektorskop verschieben. Man sieht z.B. gut, wie Grün weg von Gelb in Richtung Blau wandert. Da die Farbtafel aber eine sehr viel geringere Farbsättigung als der interne Farbbalken der Kamera hat, muss man am Vektorskop über die Funktion GAIN VARIABLE die Darstellung der Farborte vergrößern, bis die Farben der Colorchart in den markierten Farborten des Vektorskops liegen.

Da sich mit meiner Manipulation aber auch alle anderen Farborte verschoben haben, muss ich durch genauen Vergleich der Orginal-Colorchart und ihrer Darstellung auf dem HD-Monitor die anderen Farben vorsichtig zurückholen. Diese Werte sind aber stark von Look zu Look, und von Kamera zu Kamera unterschiedlich. Deswegen will ich hier keine Angaben machen und kann nur zu eigenen Experimenten ermutigen.
Ich denke alles ist erlaubt, solange Regisseur und Produzent mit dem erzielten Look glücklich sind und man seine Ergebnisse gemeinsam mit einem erfahrenen Lichtbestimmer an einem sauber eingestellten Monitor überprüft hat.

USER-MATRIX - Beispiel 2

MATRIX [R-G]
+ 10 bis + 20

Hier wird der Grüne Farbort wird im Vehältnis zu Rot bewegt.
MATRIX [R-B]
0
Hier wird der blaue Farbort wird im Vehältnis zu Rot bewegt.
MATRIX [G-R]
0
Hier wird der rote Farbort wird im Vehältnis zu Grün bewegt.
MATRIX [G-B]
0
Hier wird der blaue Farbort wird im Vehältnis zu Grün bewegt.
MATRIX [B-R]
0
Hier wird der rote Farbort wird im Vehältnis zu Blau bewegt.
MATRIX [B-G]
- 5 bis - 10
Hier wird der grüne Farbort wird im Vehältnis zu Blau bewegt.

 

 

MULTI-MATRIX - Page 12

MATRIX
ON / (OFF)
Schaltet Farb-Matrix grundsätzlich ein oder aus. Gilt für sowohl für die Preset-Linearmatrixkorrektur als auch die benutzerdefinierte User-Matrix.
MATRIX (MULIT)
ON / (OFF)
Schaltet die benutzerdefinierte Multi-Matrix ein oder aus.
MATRIX AREA IND
ON / (OFF)
Schaltet den Zebraindikator für den gerade ausgewählten Mulit-Matrix Bereich ein oder aus.
MATRIX COLOR DET
EXEC
Führt die automatische Farborterkennungsfunktion aus.
MTX (MULTI) AXIS
B / B+ / MG- / MG / MG+
R / R+ / YL- / YL / YL+ / G- / G / G+ / CY / CY+ / B-
Legt den Bereich fest, in dem die Multimatrixkorrektur wirksam wird (16-Achsen-Modus)
MTX (MULTI) HUE
(-99 bis 99)
Hier kann der oben ausgewählte Farbort (für alle 16-Achsen einzeln) verschoben werden.
MTX (MULTI) SAT
(-99 bis 99)
Hier kann die Sättigung des oben ausgewählte Farbort (für alle 16-Achsen einzeln) verstärkt oder vermindert werden.

 

MATRIX: Schaltet die Farbmatrix grundsätzlich an oder aus.
"AUS" deaktiviert PRESET-MATRIX, USER-MATRIX und MULTI-MATRIX
"EIN" aktiviert die PRESET-MATRIX. USER- und MULTI-MATRIX können dann einzeln auf ihren Menuseiten zu- oder abgeschaltet werden.

MTX (MULTI) AXIS: Hier kann aus dem Farbkreis der Bereich ausgewählt werden, der von der Multi-Matrix bearbeitet werden soll.
Die MULTI-MATRIX teilt den Farbkreis in 16 einzeln auswählbare Segemente, die jeweils 22° des Farbkreises von 360° umfassen. Der Farbort für Blau liegt z.B. auf 0° des Farbkreises, Rot liegt auf 113°.
Siehe unten die Auflistung der 16 Farbsegement und ihre Lage in Grad auf dem Farbkreis. Die mit 22° etwas grobe Segmentierung des Farbkreises führt dazu, daß nicht gezielt einzelne Farben sondern eher Farbbereiche auswählt werden können.
Alle 16 Farbbereiche können einzeln ausgewählt und bearbeitet werden, ohne die anderen Farben zu beeinflußen.

Farbkreis im Vektorskop

Farbkreis in Graddarstellung

 
0° = B (BLAU)
23° = B+
45° = MG-
68° = MG (MAGENTA)
90° = MG+
113° = R (ROT)
135° = R+
158° = YL-
180° = YL (GELB)
203° = YL+
225° = G-
248° = G (GRÜN)
270° = G+
293° = CY (CYAN)
315° = CY+
338° = B-

 

Bei der Sony HDW-750P sind die 16 Farbbereiche der MULTI MATRIX benannt um die Orientierung zu erleichtern:B / B+ / MG- / MG / MG+ / R / R+ / YL- / YL / YL+ / G- / G / G+ / CY / CY+ / B-
Bei der Sony F900/3 sind die 16 auswählbaren Farbbereiche in der MULTI MATRIX in Gradzahlen und als Ergänzung in obigen Kürzeln angegeben.

MTX (MULTI) HUE: Hier kann der Farbort (HUE) des ausgewählten Farbbereichs verschoben werden. Es wird nur der Farbort des ausgewählten Farbbereichs verschoben. Alle anderen Farben bleiben unberührt. Dies gilt für alle 16 Farbbereiche, deren Farborte einzeln und unabhängig voneinander manipuliert werden können.

Zum Beispiel kann die Farbe eines roten Kleides, das durch die Reflektion des Himmels in den Schatten zuviele Blautöne (Magenta) enthält, im Farbbereich MG+ (90°) angefasst werden und Richtung Rot, R (113°), geschoben werden. Durch Eingabe von Pluswerten in MTX (MULTI) HUE wird MG+ (90°) in Richtung R(113°) geschoben. Durch die Eingabe von Minuswerten wird MG+ (90°) in Richtung Magenta, MG (68°) geschoben. So werden die Schattenbereiche des roten Kleides, die nach Magenta kippen, als ein reineres Rot wiedergegeben, ohne dass sich die anderen Farben ändern.

MTX (MULTI) SAT: Hier kann die Farbsättigung (SAT) eines ausgewählten Farbbereichs beeinflußt werden. Der ausgewählte Farbbereich kann entsättigt oder stärker gesättigt werden, ohne die anderen Farben zu beeinflußen. Wie bei der Manipulation des Farbortes (HUE) bleiben alle anderen Farben unberührt.

Zum Beispiel kann die Sättigung des roten Kleides von oben verstärkt werden. Durch die Eingabe von Pluswerten in MTX (MULTI) SAT wird die Sättigung des ausgewählten Farbbereichs erhöht, durch die Eingabe von Minuswerten wird die Sättigung verringert.
Gleichzeitig kann beispielsweise ein gelber Schal, der durch die starke Wirkung von Gelb unangenehm hervorsticht und die erwünschte Leuchtkraft des roten Kleides mindert, entsättigt werden. Man wählt nach Bearbeitung des roten Farbortes im Menu MTX (MULTI) AXIS den Farbbereich Gelb, YL (180°), aus und entsättigt Gelb.

Da in der MULTI-MATRIX ein fest definierter Farbbereich manipuliert werden kann, ohne die anderen Farben zu verändern, ist die Multi-Matrix auch am Drehort schnell und einfach einzusetzen. Zur Kontrolle reicht ein guter Monitor auf dem die Ergebnisse beurteilt werden können und ein Vektorskop, damit man die Auswirkung der Farbortverschiebungen sehen kann.

Ich selbst nutzte die Multi-Matrix beim Drehen oft um situationsbedingt noch gezielte Korrekturen vorzunehmen. Beispielsweise um das Grün von Wiesen und Bäumen bei Außendrehs zu beeinflußen, oder um Rot in den Hauttönen zu entsättigen

Die MULTI MATRIX ist ein wirkungsvolles und einfach zu handhabendes Instrument um gezielt Einfluß auf die Farbwiedergabe zu nehmen.

 

V Modulation - Page 13

V Modulation
HANDS OFF!!!
Hier kann die V Modulation eingestellt werden.
Diese Menuseite ist für Video- und Servicetechniker.
Finger weg!!!

 

PAINT MENU

LOW KEY SATURATION - Page 14

LOW KEY SAT.
(ON) / OFF!
Schaltet die Low-Key-Sättigungsfunktion, die Sättigung für die Schattenbereiche, ein oder aus.
L.KEY.SAT.LEVEL
(-99 bis 99)
Legt den Sättigungspegel für niedrige Luminanz (sprich die Schattenbereiche) fest.
L.KEY.SAT.RANGE
LOW / L.MID / H.MID / HIGH
Legt den Luminanzpegel fest, bei dem die Low-Key-Sättigungsfunktion wirksam wird.
Y BLACK GAMMA
ON! / (OFF)
Schaltet die Korrektur des Black Gamma des Luminanzsignals (Y) aus oder ein.
Y BLK GAMMA LEVEL
(-99 bis 99)
Hier kann die Anhebung oder Absenkung der Gammakurve für die Schatten (niedrige Luminanz) eingestellt werden.
Y BLK GAMMA RANGE
LOW / L.MID / H.MID / HIGH
Legt den Luminanzpegel fest, bis zu dem die Y-Blackgammakorrektur wirksam wird.

 

 

SCENE FILE - Page 15

1 :
Speicherplatz 1 im Speicher der Kamera (HDW-750p) für Scene Files.
2 :
Speicherplatz 2 im Speicher der Kamera (HDW-750p) für Scene Files.
3 :
Speicherplatz 3 im Speicher der Kamera (HDW-750p) für Scene Files.
4 :
Speicherplatz 4 im Speicher der Kamera (HDW-750p) für Scene Files.
5 :
Speicherplatz 5 im Speicher der Kamera (HDW-750p) für Scene Files.
STANDARD
Löscht alle aktuellen Einstellungen im Menu und der Schalter, so daß wieder die in der Referenzdatei gespeicherten Standardeinstellungen gelten.
SCENE RECALL
Ruft die Scene Files auf, die entweder im Speicher des Camcorders oder auf dem Memory Stick gespeichert wurden
SCENE STORE
Speichert die Scene-Files) im Speicher des Camcorders oder auf dem Memory Stick
F. ID
16 Zeichen um Benutzer oder Kameramann zu bezeichnen.

SCENE FILES SPEICHERN:
So wird ein Scene File auf einem Speicherplatz in der Kamera gespeichert:
1) SCENE STORE anwählen und den Menu-Regler drücken. Das Fenster SCENE STORE wird angezeigt.
2) Einen der 5 Speicherplätze auswählen und den Menu-Regler. zur Bestätigung drücken. Das Scene File wird auf dem ausgewählten Speicherplatz gespeichert. Ist der Speicherplatz bereits beschrieben, erscheint eine Warnmeldung "OVERWRITE OK? YES oder NO". Die Markierung steht auf NO und "NO" blinkt. Bestätigen sie "NO" um den Speichervorgang abzubrechen und einen anderen Speicherplatz auszusuchen. Bestätigen sie "YES" um die alten Daten zu überschreiben und den Speicherplatz mit ihren Daten zu belegen.

So wird ein Scene File auf dem Memory Stick gespeichert:
1) SCENE STORE anwählen und den Menu-Regler drücken. Das Fenster P00 - SCENE STORE wird angezeigt.
Hier können auf bis zu 20 Seiten (P01 - P20) je 5 Scene Files gespeichert werden.
2) Zum Speichern eine der 20 Seiten (P01 - P20) auswählen, dann auf der Seite einen der 5 Speicherplätze auswählen. Der Speichervorgang selbst funktioniert wie oben ohne Memory-Stick beschrieben.
Insgesamt stehen 100 Scene File Speicherplätze zur Verfügung. 20 Seiten mit je 5 Speicherplätzen.

DATEN WIEDERAUFRUFEN:

So wird ein in der Kamera oder auf dem Memory Stick gespeichertes Scene-File wieder aufgerufen:
1) Menu-Seite SCENE FILE öffnen und eine der SCENE FILES 1 - 5 auswählen.
2) Durch Drüccken des Menudrehknopfs wird die auf diesem Speicherplatz (1 - 5) gespeichertes Scene File aufgerufen. Ein schwarzes Kästchen neben dem aufgerufenem Scene-File Speicherplatz bestätigt, daß das Scene-File erfolgreich in die Kamera eingelesen wurde. Mehrfaches Drücken des Menu-Reglers erlaubt zwischen dem gespeichertem Scene-File und den Standard Kamera-Settings hin- und her zu wechseln.

Thomas Bresinsky, b.v.k. - Copyright © 2007

 
 
     
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