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Shooting HD & Digital Motion Cameras

 

Digital drehen

Mit digitalen HDTV- oder Kinokameras zu drehen ist für Kameraleute, die vom Film kommen, ein kleinerer Schritt, als für TV-Kameraleute, die reichlich Erfahrung mit digitalen SD-Kameras haben. Das klingt auf den ersten Blick absurd. Aber von der Arbeit mit 35 mm Film läßt sich mehr auf HDTV-Kameras übertragen, als von der täglichen Drehpraxis mit digitalen TV-Kameras auf HD!

Was ist von Film auf HD übertragbar?

• Die Arbeit mit Belichtungsmesser. Sprich die Kontrolle der Belichtung und Kontrastverhältnisse von minimaler Zeichnung der Schatten bis zu den ausbrennenden Sptizlichtern. In einem Kameratest legt man Empfindlichkeit und Kontrastumfang der Digitalkamera fest. Dann arbeitet man wie gewohnt mit Belichtungsmesser und Spotmeter. Das ist schneller und sicherer als sich auf Monitore zu verlassen, die in zu hellem Umgebungslicht aufgebaut und falsch eingestellt sind.

• Die Sorgfalt: Die hohe Auflösung von HD, die eher 35 mm als Super 16 entspricht, fordert mehr Sorgfalt bei Schärfe und Bildgestaltung. Denn man sieht alles! Geringste Unschärfen, kleinste Details.

• Die Bildgestaltung für große Bilder: Wirkung von Optiken, Filtern, Licht, Kamerabewegung, Bildkomposition, Ausstattung.

Was ist neu beim Schritt von SDTV auf HDTV?

• Die hohe Auflösung erfordert deutlich mehr Sorgfalt bei Schärfe, Bildgestaltung und Handhabung der Kamera. Der Kameramann kann im elektronischen Sucher die Schärfe nicht mehr beurteilen. Der Assistent ist wie bei Film für die Schärfe mit verantwortlich!
• 25p, progressiv mit 25 Vollbilder zu drehen, erfordert wie bei 35 mm langsamere autonome Schwenks und Fahrten, da die Bewegungsauflösung von 25 Vollbildern geringer ist als bei 50i mit 50 Halbbildern.

Was ist neu beim Schritt von Film auf Digital HD?

• Bei digitalen Formaten sind nicht die Schatten sondern die Highlights das Problem. Bereits leichte Überbelichtungen lassen Farben verblassen und Highlights ausfressen. Exakte Belichtung ist wichtig.
• Die richtige Kalibrierung von Monitoren muss bekannt sein
• Das digitalen Bildsignal und seine Messtechnik wie Waveform-Monitore und Vektorskop muss in Grundzügen bekannt sein. Wie wird Schwarz, zeichnungsloses Weiss, mittleres Grau definiert? Wie funktioniert die additive Farbreproduktion von Rot, Grün, Blau?

• Die Postproduktion spielt im digitalen Workflow eine wichtige Rolle. Aufnahmecodecs, Speichermedien, Datensicherung sind im Vorfeld zu testen und mit der Postproduktion abzustimmen.
So neu ist das nicht. Denn auch Filmmaterial und seine Entwicklung und Lichtbestimmung im Kopierwerk mussten getestet werden!

 

 
       
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