featuring: Sylvie Courvoisier, Francesco Hoch, Franziska Baumann, William
Blank, Mario Pagliarani, Daniel Fueter, Bettina Skrzypczak In collaboration with SF DRS
Sylvie Courvoisier im Konzert
Erik Friedländer (Cello)
Sylvie Courvoisier im Interview
Sylvie Couvoisier und Eric Friedländer
bei den Proben
Mark Feldmann (Violine)
Sylvie Courvoisier im Interview
Sylvie Courvoisier
Portrait der Komponistin und Pianistin
Sylvie Courvoisier (Klavier) bei einer Probe ihres Trios Abaton mit Mark Feldmann (Violine) und Erik Friedländer (Cello) - Ausschnitt: 2m50s
Regie: Jan Schmidt-Garre
Bildgestaltung: Thomas Bresinsky b.v.k.
Schnitt: Gaby Kull-Neujahr
Produktion: Pars Media GmbH
Sender: SF DRS
Digibeta, 16:9, 15 Min.
Notizen zur Bildgestaltung:
Um die Entwicklung musikalischer Bögen zu visualisieren, beschlossen wir die Hauptkamera immer leicht zu bewegen und durch Kamerafahrten die Musiker in gestaffelten Bild- und Schärfenebenen
miteinander in Beziehung zu setzen.
Sogar alle Interviews haben langsame Kamerafahrten. Das war ein subtiler und aber sehr wirksamer Effekt. Der unscharfe Hintergrund zog hinter den Sprechenden vorbei, während
die Kamera um das Gesicht herumfuhr. Die Interviews wirkten dadurch weniger statisch und konventionell. Es hatte fast eine traumhafte, schwebende Wirkung
Die Lichtsetzung orientierte ich an der vorhandenen Lichtstimmung der Räume. Ich versuchte durch Spitzen und Kanten Akzente zu setzen, die das vorhandene Grundlicht geheimnisvoller und spannender aussehen lassen sollten. Der Blick sollte auf die
Musiker, ihre Instrumente und ihre Musik, die in dem Augenblick entstand, gelenkt werden.
Ich nahm starke Veränderungen im Paint-Menu der Kamera vor, einer Sony WSP 700 Digibeta, um das Bild dunkler und satter zu machen. Zusätzlich entsättigte ich die Farben stark.
Ich wollte dadurch eine weniger glatte und fernsehmäßige Bildwirkung erzielen. Wie immer setzte ich das Detail herunter und verwendete Black Pro Mist Filter, meist in den Stärken 1/4 und 1/2.
Ausschnitt aus einer Kritik:
"Geschriebene und improvisierte Musik sind sich ... klanglich erstaunlich nah: Eine Kultur des Fragments,
der Elementarteilchen, von einer großen Variabilität der meist recht abstrakten Klangbilder.
... Gedehnte Halteklänge von Violine und Cello zu Beginn von "Icaria 1", der ersten der
Improvisationen. Courvoisier haucht, tupft Klavierpointillismen. Eine Akkordik entfaltet sich, perkussiv
im Ansatz; sogleich aber findet alles wieder zurück ins Sanft-Schwebende. Eine zumeist leise, sorgfältige
Musik voller Durchsichtigkeit ist auch auf "Clio" zu vernehmen. Es ist, als ob sich die drei
Musiker in ein Glashaus gesetzt hätten, alles, was sie tun, noch das kleinste Geräusch, wird
hörbar. Eine ungeheure Klangtransparenz, Knacklaute, Flageoletttöne werden ausgekostet. ...
Manchmal aber, da blitzt eine andere Sylvie Courvoisier auf. ... Zupackend-energisch spielt sie auf "Octavia",
die Musik grollt. Kleine Free-Ausbrüche sind das, man spürt eine Pranke. ... Und plötzlich
wird man gewahr, dass sich auch hinter den schmiegsamen Tönen etwas Archaisches versteckt. Ein Aufruhr
in der Stille."
Christoph Merki, Tages-Anzeiger